In den verschiedenen Phasen des Menstruationszyklus, der Periode, produziert dein Körper Hormone wie Östrogen und Progesteron in unterschiedlicher Menge. Diese hormonellen Veränderungen können die Libido beeinflussen.
Im Allgemeinen ist die Libido während des Eisprungs oder kurz vor dem Ende der Follikelphase am höchsten, wenn der Östrogenspiegel seinen Höchststand erreicht [2].
Nach dem Eisprung erreicht der Progesteronspiegel seinen Höchststand und der Östrogenspiegel sinkt. Zu diesem Zeitpunkt bemerken viele Menschen auch eine deutliche Abnahme ihres sexuellen Verlangens [3].
Rund um die Mutterschaft kann sich die Libido stark verändern. Bei Kinderwunsch können Stress und Druck sie negativ beeinflussen [4]. Während der Schwangerschaft können bestimmte Beschwerden und hormonelle Veränderungen Auswirkungen haben [5]. Nach der Geburt bringt das Baby große Veränderungen mit sich. Dazu kommen Schmerzen, Stress und Müdigkeit, sodass die Lust auf Sex ausbleiben kann [6]. Wenn du stillst, ist es normal, dass du eine geringere Libido bemerkst: Dein Körper bildet Prolaktin, das Hormon für die Milchbildung, das zu einer Abnahme der Libido beiträgt [7].
Neben hormonellen Schwankungen können viele Faktoren die Libido beeinträchtigen. Dazu gehören zum Beispiel Probleme in der Beziehung, Alltagsstress, das emotionale Wohlbefinden, zu wenig oder zu viel Sport, Alkohol und Tabak. Auch bestimmte Medikamente können diese Nebenwirkung haben, ebenso wie manche gesundheitlichen Probleme.
Zögere nicht, medizinisches Fachpersonal aufzusuchen und dir bei Bedarf Unterstützung zu holen (etwa von einer Ärztin oder einem Arzt, einer Therapeutin oder einem Therapeuten oder aus der Sexualberatung).
Wenn du dich ohne Tabus mit dem Thema beschäftigen möchtest, findest du unsere Aufzeichnung über die Libido im Verlauf des Zyklus und bei Kinderwunsch mit Laurène Sindicic, Expertin für natürliche Fruchtbarkeit und Gründerin von Émancipées.